Abnehmen ohne Diät?
20.05.2018
Menschen, die unter starkem Übergewicht (Fettleibigkeit) leiden, haben häufig schon alle möglichen Diäten hinter sich – mit dem Ergebnis, dass ihr Gewicht immer mehr steigt. Die sich daraus ergebende Frustration und Schuldgefühle führen zu dem berühmten Jojo-Effekt, der häufig von Essstörungen begleitet wird. Zahlreiche Studien zeigen, dass solche Diäten bei Fettleibigkeit ungeeignet sind. Der entscheidende Punkt ist nicht der mangelnde Wille des Patienten. Fettleibigkeit hat viele Ursachen: Ernährung, Bewegungsmangel, aber auch Lebensweise, Erlebtes, Stress, Genetik und andere Aspekte wirken sich auf das Gewicht aus.

Eine andere Art, Fettleibigkeit zu behandeln
Da Fettleibigkeit mehrere Ursachen haben kann, muss die Behandlung des Patienten ganzheitlich sein und individuell auf ihn abgestimmt werden. Im Zentrum für Fettleibigkeit des MONDORF Domaine Thermal werden die Patienten von einem Team aus Gesundheitsfachleuten betreut, das auf Fettleibigkeit spezialisiert ist und mit der Methode der Therapeutischen Patientenschulung arbeitet.
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Therapeutische Schulung für fettleibige Patienten: Hier lernen Patienten, mit den Schwierigkeiten beim Abnehmen im Alltag besser umzugehen. Sie erlangen mehr Selbstständigkeit bei der Verbesserung des eigenen Gesundheitszustands und ihrer Lebensqualität. |
Der Patient steht für das Therapeuten-Team im Mittelpunkt
Während der gesamten Schulung des Patienten tauschen sich die Therapeuten über ihre Sicht der Probleme sowie über Ressourcen und Zweifel des Patienten aus, damit sie ihm die bestgeeignete Therapie vorschlagen können.
Schulung des Patienten
Diese ganzheitliche Betreuung ist nicht allein auf den Gewichtsverlust ausgerichtet, sondern zielt mit einem strukturierten Konzept Schritt für Schritt auf eine allmähliche und langfristige Änderung von Verhaltensweisen ab:
▸ Probleme und Bedürfnisse des Patienten
Bei einem Gespräch mit dem Patienten hört sich der Therapeut die Probleme des Patienten aufmerksam an und sammelt Informationen, die für ein fundiertes Verständnis dieser Probleme erforderlich sind. Er zwingt dem Patienten nichts auf, sondern sucht mit ihm nach Lösungen, die den Bedürfnissen, Erfahrungen und Vorstellungen des Patienten am besten entsprechen. Der Patient selbst ist der Experte für die Erlebnisse in seiner Vergangenheit.
▸ Was lernt der Patient?
In den Schulungen helfen die Therapeuten dem Patienten, grundlegende Kompetenzen zu erwerben, die er benötigt. Alle Therapeuten nutzen eine gemeinsame Sprache. Dieselben Informationen werden unter dem jeweiligen Blickwinkel der einzelnen Bereiche behandelt.
Die Botschaften, die der Patient erhält, sind stimmiger. So kann er die neuen Kenntnisse und Kompetenzen zu Hause einfacher in die Praxis umsetzen.
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Beispiele für Lernziele
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▸ Fortschritte des Patienten
In einem Einzelgespräche misst der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten die Fortschritte des Patienten. Dies ist ein hervorragender Zeitpunkt, um die Veränderungen zu würdigen und um unter Berücksichtigung des individuellen Lernrhythmus neu festzulegen, was der Patient noch lernen muss.
▸ Festigung des Erlernten
Nach dem Basis-Programm durchläuft der Patient ein individuell auf ihn abgestimmtes Programm, um seine neuen Gewohnheiten tiefer zu verankern und um die langfristige Motivation zu fördern. Außerdem sollen die gemäß der eigenen Bedürfnisse erworbenen Kompetenzen gefestigt werden. Der Patient soll im Umgang mit der Gesundheitsstrategie selbstständig werden.
Lis Muller
Ernährungsberaterin und Leiterin der Abteilung Ernährung MONDORF Domaine Thermal - Luxemburg
Diplom der Universität Genf im Fach Patientenschulung
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