
Stress ist eine angeborene Reaktion, um uns bei Veränderungen vor möglichen Gefahren zu schützen. In wenigen Mikrosekunden bewertet unsere Alarmanlage im Gehirn, ob es möglich ist, dagegen anzukämpfen, ob man fliehen muss oder sich besser tot stellt: FIGHT FLIGHT FREEZE
Starker Stress aktiviert Adrenalin (wird in den Nebennieren produziert). Dieses ermöglicht:
Dank diesem Adrenalinstoß ist der Organismus fähig, seine mentalen und physischen Kräfte zu vervielfachen. Es handelt sich jedoch sowohl physiologisch als auch psychologisch um einen sehr energiezehrenden Funktionszustand, der mit einem hohen Erschöpfungsrisiko einhergeht
Wenn der Stress anhält (chronischer Stress), wird die Aktivierung von Adrenalin progressiv durch die Aktivierung von Cortisol ersetzt (wird in den Nebennieren produziert), wenn keine Anpassungsstrategie wirksam war oder verwendet wurde. Cortisol kann verschiedene Krankheiten auslösen. Wir halten zunächst fest:
Bei Patienten, die an Depressionen leiden, besteht eine um 1,6-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken als bei Personen, die nicht an Depressionen leiden.
Dies lässt sich durch ihre Lebensweise erklären:
Ein Mensch, der an Depressionen leidet, achtet weniger auf eine gesunde Lebensweise (weniger Obst und Gemüse, mehr Zucker und Fette in der Ernährung, mangelnde Bewegung…), bei einer schlechteren oder sogar nicht vorhandenen Einhaltung seiner Therapie führt dies zu einem echten Gesundheitsrisiko.

Cf. Chauvet,J-C. et al. (2024). Mise au point sur les liens entre diabète et dépression, Médecine des Maladies Métaboliques. ScienceDirect, 18(3), 204-213.
Das Risiko, an Depressionen zu erkranken ist für Diabetiker zwei- bis dreimal höher als für Nicht-Diabetiker. Die Präsenz von Depressionen erhöht die Präsenz von Risikofaktoren für zahlreiche Komplikationen (Neuropathien, Nephropathien, Retinopathien…).
Depressionen bei Diabetikern können schon bei der Diagnose, wenn Komplikationen entstehen oder infolge der erheblichen Einschränkungen bei der Behandlung und Betreuung auftreten.
Cf. Chauvet,J-C. et al. (2024). Mise au point sur les liens entre diabète et dépression, Médecine des Maladies Métaboliques. ScienceDirect, 18(3), 204-213.
| Stress | Entspannung |
| Angeboren | Erwerben/erlernen |
| Genetisch vorprogrammiert, kann nicht „entlernt“ werden | Muss regelmäßig praktiziert werden, kann also „entlernt“, bzw. vergessen werden |
| Sofort: schnelle Aktion | Bewusste Arbeit mit ständiger Anstrengung |
| Wird mühelos ausgelöst und aufrecht erhalten | Ihr Nutzen ist progressiv aber mit langfristiger positiver Wirkung |

Am Ende des Tages ist in beiden Fällen der Stresslevel niedrig
Vorteil von Mini-Entspannungen: Der Stresslevel ist nie sehr hoch
Entdecken und stärken Sie Ihre Ressourcen.
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Zufriedenheit im Leben |
Positive Affekte |
Selbstwirksamkeit |
Soziale Unter-stützung |
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Selbstwertgefühl |
Flexibler und adaptiver Coping-Stil |
Dankbarkeit |