Unsere Geschichte

 

In Luxemburg und in der Großregion setzt Mondorf Domaine Thermal heute als Thermal- und Gesundheitszentrum Maßstäbe. Die Anfänge gehen jedoch auf die 40er Jahren des 19. Jahrhunderts zurück. Vor dieser Zeit erlebte das Dorf Mondorf eine wechselvolle Geschichte. Dazu trug seine Nähe zur Mosel ebenso bei wie die strategische Lage an der deutschen und französischen Grenze. Seine Blütezeit verdankte der Ort jedoch dem zufälligen Zusammentreffen verschiedener Umstände.

der zufall als meister des glücks

Die niederländische Herrschaft forderte dem Land und der Region eine Vielzahl an Steuern ab, so auch eine enorm hohe Steuer auf Salz aus den Niederlanden. Diese Steuer war so hoch, dass die Luxemburger Viehzüchter ihr Fleisch nicht mehr salzen konnten. Wirtschaftliche Not und Hunger waren die Folge.

Zur Umgehung des niederländischen Monopols und zur effizienten Bekämpfung des Problems wurde eine Gesellschaft zur Suche nach natürlichen Ressourcen gegründet, die das Ziel hatte, in Luxemburg Steinsalzvorkommen zu finden.

Nachdem die ersten Bohrungen erfolglos waren, wurde auf Anregung des damaligen Mondorfer Notars Maître J.P. Ledure am Fuße des Galgenbierg in Mondorf eine Probe entnommen, denn dort trat ein rötliches, salziges Rinnsal aus. Die Bohrung erfolgte bis in eine Tiefe von 700 Meter. Dort fand man nicht das erhoffte Steinsalz, stieß jedoch im Jahr 1841 auf eine warme, stark mineralhaltige Quelle. Der Notar hatte daraufhin die Idee, diese zu Heilzwecken zu nutzen. Schon bald wurde in Mondorf eine Bädergesellschaft gegründet. Dank der Zusammenarbeit mit dem Arzt Dr. Nicolas Schmit trafen ab 1847 die ersten Kurgäste in Mondorf ein.

der erste kurgast hiess Amélie Ledure

Der erste Kurgast der späteren Domaine Thermal in Mondorf-les-Bains war im Übrigen die damals 20-jährige Tochter des Notars Amélie Ledure. Nach und nach zog Mondorf internationales Publikum an. Der rasante Aufschwung, den der Kurort erlebte, wurde 1870 vorübergehend durch den Krieg unterbrochen.

1879 erfolgte die offizielle Umbenennung des Ortes Mondorf in Mondorf-les-Bains. In der Folge wurde der luxemburgische Staat Eigentümer des Thermalzentrums, das an seinen Vorkriegserfolg anknüpfen konnte. Es wurde umfangreich investiert. Nach und nach entstanden der Pavillon für die Kind-Quelle, die Pergola, der Festsaal, die Orangerie sowie das erste überdachte Schwimmbad im Land.

Edouard François André wurde 1886 mit der Konzeption des Thermalparks betraut, um den Kurgästen zusätzlichen Raum für Erholung und Ruhe zu bieten.

erfolge und rückschläge 

1910 förderte eine Großveranstaltung das Renommee von Mondorf-les-Bains. Das Ereignis stand in keinem Zusammenhang mit dem Kur- und Badebetrieb, bescherte Mondorf jedoch spektakulären Glanz. Es handelte sich um die Flugwoche, zu der sich alle europäischen Pioniere dieses Sports in Luxemburg versammelten. Aus diesem Anlass kamen mehr als 100 000 Gäste nach Mondorf und lernten das Thermalzentrum kennen. Zur Erinnerung an das Ereignis wurde das Luftfahrtmuseum in den ehemaligen Gebäuden der Kind-Quelle installiert. Das Ereignis bescherte dem Kur- und Badebetrieb einen Erfolg, der Vorbote für die glücklichen Zeiten zu sein schien, die auf das Mondorfer Thermalzentrum warteten. Unterbrochen wurde das Glück in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als das Kurbad unter der Wirtschaftskrise der 30er Jahre und unter den Widrigkeiten der beiden Weltkriege litt.

In den Jahren 1950 bis 1958 wurden im ehemaligen Thermalzentrum ein Reha-Zentrum für körperliche Erkrankungen sowie eine Abteilung für Physiotherapie eingerichtet. Das Außenbecken in Mondorf-les-Bains ergänzte das Freizeitangebot der Stadt.

1979 wurde über ein Gesetz abgestimmt, das der Regierung genehmigte, in Mondorf ein neues Thermalzentrum zu errichten. Somit begannen die Arbeiten und die Bohrungen für die neue Thermalquelle Michel Lucius. Das hundertjährige Jubiläum des Thermalzentrums wurde 1986 im Beisein des Großherzogspaares gefeiert.

freitag, den 29. april 1988, 14:30 uhr

Nach fast zehnjähriger Bauzeit weihte Marcel Reimen, der damalige Verwaltungsratspräsident des Thermal- und Gesundheitszentrums, die Anlagen der neuen Domaine Thermal in Mondorf-les-Bains in der Form ein, wie wir sie heute kennen. 7 000 Gäste waren am 1. Mai 1988 bei der Eröffnung der neuen Anlagen zugegen. Besonders innovativ war damals der Wellness- & Fitness-Bereich. Das Übernachtungs- und Restaurationsangebot wurde erheblich ausgebaut. Nirgendwo sonst im Großherzogtum wurde eine solche Vielzahl an Möglichkeiten für Fitness, Wellness und Badekuren angeboten. Und die Gäste strömten nach Mondorf. MONDORF Domaine Thermal erlebte eine spektakuläre Renaissance. Das Thermalbecken wurde in kürzester Zeit zum Publikumsmagneten und verlieh der gesamten Anlage den Status der Einzigartigkeit.

fitness wird immer populärer

Zu Beginn der 1990er Jahre zählte das Thermalzentrum 5 700 Kurgäste. Das war ein Rekord. Bereits damals wollte man das Angebot des Zentrums erweitern und innovative Serviceleistungen im Wellness- & Fitness-Bereich, aber auch für Übernachtungen und Gastronomie schaffen. Infolge der Aerobic-Welle, die insbesondere von amerikanischen Stars getragen wurde, erhielten Fitness-Sport, Individual- und Mannschaftssport – und somit der Indoor-Sport allgemein – immer mehr Zulauf. Die Welle schwappte auch auf Europa und Luxemburg über, wandelte sich aber. Heute ist der Sport eher auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet als auf reine Leistung.

Unter dem Vorsitz von Affi Scherer fanden viele Kunstwerke ihren Platz im Thermalpark selbst und in seiner Umgebung. Gemälde von Moritz Ney, Gast Michels, Nico Thurm oder auch von Fernand Roda schmückten die Flure der Gebäude.

Die ehemaligen Thermen aus dem Jahr 1925 im Beaux Arts-Stil wurden 2001 dank der Impulse der Architekten Nico Steinmetz und Arnaud de Meyer vollständig renoviert und beherbergen heute die Brasserie Maus Kätti, verschiedene Säle und Räume für Vorträge oder Seminare sowie die Geschäftsleitung und die Verwaltungsabteilungen des Thermalzentrums.

von der jahrtausendwende bis heute

Hier und da wurden Renovierungsarbeiten und Umgestaltungen vorgenommen, sodass Kurgästen und sonstigen Besuchern stets eine hochwertige Infrastruktur geboten werden konnte. Parallel dazu schien sich das Interesse an einer gesunden Lebensweise und an Thermalkuren immer stärker in der Gesellschaft zu verankern und sowohl bei den Behörden als auch in der Bevölkerung zunehmende Priorität zu gewinnen.

Am meisten Aufmerksamkeit erhielten die 2002 vorgenommenen baulichen Neuerungen, d. h. die Renovierung der Orangerie und die Anlage eines französischen Gartens in unmittelbarer Nähe dieses Gebäudes. Das Ensemble bietet nunmehr offene, elegante Innen- und Außenräume, die mit Licht durchflutet sind, harmonisch wirken und mit modernster Infrastruktur für Bankette und Empfänge ausgestattet sind.

Die Terrassen am Thermalbecken wurden 2011 angelegt, um den Besuchern Ruheflächen im Freien zu bieten. Sie zaubern Strandstimmung und „Dolce Vita“ auf das Gelände.

2015 wurde das Mondorf Parc Hôtel****SUPERIOR vollständig renoviert. Es beherbergt 108 modern und zeitgemäß eingerichtete Zimmer und Suiten, die allen Komfort bieten. Die Outdoor-Wellness-Bereiche wurden vollständig neu gestaltet und feiern eine viel beachtete Renaissance. Zum Sauna-Bereich gehören nun 12 Saunen in idyllisch grüner Umgebung, die den Besuchern das einzigartige Gefühl gibt, diese Pause vom Alltag mitten im Thermalpark zu genießen.

Der neue Rosengarten im Thermalpark wurde am 16. Juni 2016 im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten eingeweiht, darunter Florence André, die Enkelin von Edouard François André, der 1886 den Thermalpark gestaltet hatte.

2018 entstand das Restaurant 36° mit neuem Selbstbedienungskonzept, das vor allem auf eine gesunde Küche ausgerichtet ist. Das Restaurant trat an die Stelle der Club Lounge. Im selben Jahr erfolgte die Höherstufung des Mondorf Parc Hôtel **** in die Klasse **** SUPERIOR.

Im Januar 2020 öffnete die Brasserie Maus Kätti nach mehrmonatigen Umbauten ihre Tore. Sie bietet nun neben der Brasserie-Küche, die auf Ausgewogenheit und feine Geschmackserlebnisse setzt, perfekt gereiftes Fleisch aus dem neuen Reifekeller der Brasserie.

Seit Februar 2020 trägt Mondorf Parc Hôtel **** SUPERIOR das goldene Umwelt-Label Ecolabel niveau OR, mit dem es für sein Umweltmanagement allgemein und für umweltfreundliche Maßnahmen  wie Mülltrennung, Energieeinsparung, Einsatz von Bio-Produkten und/oder regionalen Produkten ausgezeichnet wurde.

die zukunft der domaine thermal gestalten wir jetzt

2020 gab die Abgeordnetenkammer grünes Licht für die Erweiterung und den Umbau der Domaine Thermal in Mondorf. Nun steht den Investitionen in Höhe von 135 Millionen Euro für die Modernisierung und Nachrüstung der Anlagen nichts mehr im Wege. Diese Investitionen, die vom luxemburgischen Staat, aber auch von der Nationalen Gesundheitskasse und von der Domaine Thermal selbst unterstützt werden, stellen einen unverzichtbaren Schritt zum Ausbau des Thermalzentrums dar, dessen wichtigste Aufgabe darin besteht, seinen Besuchern und Kurgästen hochwertige Serviceleistungen in den Bereichen Wellness und Gesundheitspflege zu bieten.